Hilfe für Kinder

Spenden helfen!

Herbstbericht 2015

Sehr geehrte Spender, liebe Freunde!

In diesem Jahr haben wieder viele Menschen meine „Hilfe für Kinder“ in Rumänien unterstützt und mit Spenden ermöglicht, dass ich meine zahlreichen Projekte weiter führen und vielen benachteiligten Kindern und Familien helfen konnte.

Dafür danke ich allen Sponsoren ganz herzlich!

Hilfe vor Ort nötig!
In den letzten Monaten strömen sehr viele Flüchtlinge nach Deutschland. Außer denen, die aus Kriegsgebieten kommen, haben viele ihre Heimat aus wirtschaftlichen Gründen verlassen.
Auch viele Rumänen halten sich in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern auf, suchen Arbeit und hoffen, dass es ihnen hier besser geht. (Sie gelten, anders als z.B. die Albaner, nicht als Flüchtlinge, da sie EU-Bürger sind und ihren Aufenthaltsort frei wählen können.) Unter dieser Situation leiden vor allem die Kinder. Wenn die Eltern sie mitnehmen, unterbrechen sie ihren Schulbesuch in Rumänien. Wenn sie zu Hause bleiben, fehlt ihnen die familiäre Geborgenheit und eine gute Erziehung. Viele Kinder verwahrlosen dann und brechen die Schule ab.

Mir ist es bei meiner Arbeit in Rumänien wichtig, den Menschen vor Ort zu helfen. Niemand verlässt gern seine Heimat, wenn er zu Hause Hilfsangebote und eine Perspektive findet. Ich bemühe mich, sozial schwachen Familien in Rumänien zu helfen, dass sie leichter zurecht kommen, und ihren Kindern, dass sie gesund und froh aufwachsen, mehr und länger lernen können und dadurch bessere Zukunftsaussichten gewinnen.

Dafür bitte ich weiterhin um Ihre Spenden.

Armut in Rumänien:
Viele Menschen in Rumänien benötigen nach wie vor dringend Hilfe, da das Land – trotz des EU-Beitritts – eines der ärmsten Europas ist.
Das größte Armutsrisiko besteht für die Kinder. Jedes zweite rumänische Kind wächst in Armut auf. Das ist alarmierend!

Gute Ausbildung wichtig!

Armutsgefährdet sind vor allem Geringqualifizierte. Eine gute Ausbildung ist daher der Schlüssel für eine bessere Zukunft und hilft Kindern und Jugendlichen, aus der Armut, in der sie leider aufwachsen müssen, heraus zu kommen.
Das haben viele rumänische Kinder und Jugendliche verstanden und bemühen sich trotz schwerer Bedingungen, viel zu lernen, z.B.:

  • Manche arme Kinder gehen morgens zur Schule, obwohl sie hungrig sind und von ihren Müttern kein Frühstück bekamen.
  • Agleia und Giorgeta müssen morgens um 5 Uhr 5 km zu Fuß zum Bahnhof gehen, um rechtzeitig in Temeswar im Gymnasium anzukommen. Es fährt auch ein Bus direkt im Dorf ab, aber der ist viel teurer und für die armen Eltern nicht bezahlbar.
  • Ionel und Nicu müssen nachmittags, wenn sie aus der Schule kommen, ihrem Vater noch stundenlang im Wald beim Holzfällen und -aufladen helfen.
  • Anamaria und ihre Geschwister machen ihre Hausaufgaben abends bei Kerzenlicht, weil die arme Familie keinen elektrischen Strom hat.
  • Viele Studenten können nur studieren, weil sie neben den Vorlesungen und Prüfungen vollzeit arbeiten.

Leider gibt der rumänische Staat (Angaben von 2011) nur 3,07 % des Bruttoinlandsprodukts für Bildung aus. (Der EU-Durchschnitt liegt bei 5,25 %.) Das ist viel zu wenig! Deshalb sind Spenden und ehrenamtliche Initiativen in diesem Bereich so wichtig!

„Hilfe für Kinder“ konnte in diesem Jahr dank der Spenden wieder viel dringende  Ausbildungshilfe leisten:

  • Benachteiligte Kinder und Jugendliche wurden unterstützt mit Kindergartengebühren, Schulmaterial, Fahrt- und Internatskosten, Kleidung und Schuhen, Studiengebühren etc.
  • 3 Hausaufgabenbetreuungen und 4 Tagesheime konnten mit Spendenhilfe lernschwache und vernachlässigte Kinder fördern. Viele Betreuer arbeiten hier ehrenamtlich und erhielten dafür ab und zu eine finanzielle Anerkennung.
  • Eine Ganztagsbetreuung in einer Stadtrandschule in Temeswar erhielt Zuschüsse für Schulmaterial und das Mittagessen der Kinder. Ihr Motto lautet: „Lerne, damit Du später erfolgreich wirst!“
  • Kinderheime konnten ihren Jugendlichen Kochkurse und praktische Arbeiten in Lehrwerkstätten anbieten, um sie auf ein selbständiges Leben nach ihrer Heimentlassung vorzubereiten.

Über die Ausbildungshilfen hinaus wurden in diesem Jahr u. and. Spenden für folgende Hilfsmaßnahmen eingesetzt:

  • bessere Verpflegung für Kinder in Heimen, Tageseinrichtungen, Kindergärten, Klinikstationen und für bitter arme Familien;
  • Freude für Kinder (Spielsachen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Ferienlager etc.);
  • Unterstützung von sozial schwachen Familien mit Lebensmitteln und Geld für Kleidung, Schuhe, Arztkosten, Medikamente, Miet- und Nebenkosten, Brennholz etc.;
  • Hilfe bei Baumaßnahmen, Reparaturen und größeren Anschaffungen.

Zwei größere Projekte konnten in diesem Jahr auf den Weg gebracht bzw. fertig gestellt werden:

  • Auffangstelle des Vereins „For help“: Vor einigen Wochen konnte der Verein „For help“ dank großherziger Spenden ein kleines Haus kaufen, in dem einige Kinder betreut werden sollen, die von ihren Eltern verlassen wurden. Außerdem sollen junge, misshandelte Mütter mit ihren Kindern aufgenommen werden, bis sie ihre schlimmen Erlebnisse verkraftet und eine Arbeitsstelle und Wohnung gefunden haben. In den nächsten Monaten muss das Haus noch gründlich renoviert werden.
  • Sozialzentrum in Bencecu de Jos: In den letzten 3 Jahren wurde in Bencecu de Jos mit Spenden, viel Eigenleistung und ehrenamtlicher Arbeit (z.B. von holländischen Handwerkern) ein Sozialzentrum gebaut, das erfreulicherweise im September fertig wurde. Hier findet jetzt die Hausaufgabenhilfe für lernschwache Dorfkinder statt, die vor einigen Jahren eingerichtet wurde, ebenso Unterricht am Computer, Spiel- und Sportaktivitäten und Elternberatungen. Im Obergeschoss wurde ein kleines Kinderheim eingerichtet, in dem 7 Kinder, die aus elenden Verhältnissen kamen, wie in einer Familie betreut werden.

Einige Schwerpunkte in den nächsten Monaten, für die ich um Spenden bitte:

  • Die bisherigen Projekte (Ausbildungshilfen, bessere Verpflegung, Freude für Kinder, Hilfe für arme Familien, Unterstützung der Auffangstelle und des Sozialzentrums etc.) sollen weiter geführt werden, denn sie sind notwendig und hilfreich und verbessern nachhaltig die Lebenssituation und Zukunftschancen vieler Kinder und Jugendlicher in Heimen und Familien.
  • In den Wintermonaten benötigen sozial schwache Familien Brennholz und warme Kleidung und Schuhe für ihre Kinder.
  • An Weihnachten sollen sich auch diesmal wieder viele benachteiligte Kinder über Spiel- und Malsachen, Süßigkeiten und Obst freuen.

Ich danke ganz herzlich allen Sponsoren für die wertvolle Hilfe und große Freude, die Sie vielen armen und benachteiligten Kindern und Familien in Rumänien schenken.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

Mechtild Gollnick

Einige unterstützete Projekte - einfach auf das Bild klicken!
 
 
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