- In
den Krankenhäusern sollen bald Patientenzuzahlungen eingeführt
werden. (Es bleibt aber zu befürchten, dass die Patienten auch
weiterhin zusätzlich das übliche Schmiergeld für Operationen und
Arztbehandlungen bezahlen müssen.)
- Die
Anzahl der Spitäler soll von rund 400 auf rund 200 reduziert
werden, wodurch die medizinische Versorgung der Bevölkerung noch
schlechter wird als bisher.
- Die
Zahl der Schulen soll verringert werden.
- 70.000
Stellen im öffentlichen Dienst müssen laut Vereinbarung zwischen
IWF und rumänischer Regierung bis Anfang 2011 (und mittelfristig
insge-samt 250.000 Stellen) gestrichen werden.
- Das
Mutterschaftsurlaubsgeld soll gekürzt werden, ebenso die Zuschüsse
für Heizwärme für bedürftige Familien.
Drastische
Sparmaßnahmen sind zwingend notwendig, da der Staat seit Langem weit
über seine Verhältnisse lebt und schlecht gewirtschaftet hat. Auch
die große Zahl der Rentner belastet den Staatshaushalt sehr, und es
ist verständlich, dass auch hier gespart werden muss.
Schockierend
ist, dass auch die Staatsbediensteten und Rentner mit sehr geringen
Löhnen und Renten betroffen sind.
Die
Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen treffen besonders hart die
Ärmsten der Armen, nämlich die Menschen mit
ohnehin schon sehr geringen Löhnen und Renten, die Arbeitslosen,
Behinderten, Kranken etc., die bisher schon Mühe hatten, finanziell
zurecht zu kommen, und jetzt in noch größere Not geraten. Sie tun
mir sehr Leid.
Für
mich bedeutet das, dass in Zukunft noch mehr Familien mit Kindern,
die Not leiden, Hilfe brauchen.
Hoffentlich
bekomme ich auch in Zukunft genug Spenden für sie ...
Mit
freundlichen Grüßen
Mechtild
Gollnick
Nachtrag vom 12. Juli 2010!
Sparmaßnahmen verändert:
Die für 1. Juni 2010 angekündigten Sparmaßnahmen in Rumänien wurden trotz verständlicher Proteste der Bevölkerung ab 1. Juli eingeführt, allerdings in veränderter Form:
Geblieben ist die Kürzung der Löhne und Gehälter der Staatsbediensteten um 25 %, nicht aber die Kürzung der Renten um 15 %. Die Rentenkürzung wurde von rumänischen Verfassungsgericht als gesetzwidrig beurteilt.
Stattdessen wurde ab 1. Juli 2010
die Mehrwertsteuer von 19 auf 24 % erhöht. Das betrifft dann wenigstens alle Rumänen gleichermaßen und nicht die Rentner allein, von denen es viele ohnehin sehr schwer haben, finanziell auszukommen. Es wird befürchtet, dass viele Firmen die Preise nicht nur um die 5 % des höheren Mehrwertsteuersatzes anheben, sondern stärker erhöhen.