Spenden helfen Jugendlichen in Rumänien, die aus dem Kinderheim entlassen wurden und in einer „Betreuten Wohnung“ leben
Jugendliche, die in einem rumänischen Kinderheim aufgewachsen sind und nach ihrem Schulabschluss entlassen werden, haben es sehr schwer, allein zurecht zu kommen, weil sie unzureichend auf ein selbständiges Leben vorbereitet sind und außerdem die sehr hohen Miet- und Nebenkosten – wenigstens am Anfang – nicht aufbringen können.
Diese heimentlassenen Jugendlichen brauchen dringend fachkundige Betreuung und finanzielle Hilfe, die wir ihnen durch „Betreute Wohnungen“ anbieten:
Wir unterstützen seit vielen Jahren heimentlassene Jugendliche in „Betreuten Wohnun-gen“. Im August 2008 haben wir wieder eine 2-Zimmer-Wohnung angemietet (Miet-preis 250,- Euro, Nebenkosten 60 – 80,- Euro pro Monat) und mit Möbeln und Hausrat ausgestattet. Jetzt wohnen hier 3 Jugendliche, die kürzlich aus einem Kinderheim ent-lassen wurden. Frau Vicky Gulyas, eine erfahrene Psychologin, hat ihnen geholfen, eine Arbeitsstelle zu finden, und betreut sie ehrenamtlich, berät sie z.B. bei Alltagsproble-men, unterstützt sie bei Behördengängen und hilft ihnen, ihren Arbeitslohn gut einzu-teilen.
Im 1. Jahr übernimmt „Hilfe für Kinder“ die Mietkosten ganz, im 2. Jahr noch zur Hälf-te und unterstützt die Jugendlichen bei Sonderausgaben (zusätzlicher Hausrat, Bett-wäsche, Möbel, Heizkosten im Winter etc.).
Auch die Jugendlichen leisten einen finanziellen Beitrag, indem sie von ihrem Arbeits-lohn die Nebenkosten bezahlen, nach einem Jahr auch die Hälfte der Mietkosten. Nach 2 Jahren sollen die Jugendlichen alle Kosten allein tragen.
Leider sind die Monatsmieten (mindestens 150,- Euro für eine 1-Zi-Wohnung, mind. 250,- Euro für eine 2-Zi-Wohnung) im Vergleich zu dem Lohn (200 – 250 Euro pro Monat), den ein heimentlassener Jugendlicher verdient, so hoch, dass sich kein Jugend-licher leisten kann, eine Wohnung für sich allein zu mieten. Wenn sie aber zu Dritt in einer kleinen Wohnung leben und sich die Mietkosten teilen, kommen sie finanziell leichter zurecht.
Spenden helfen …
Mechtild Gollnick
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